Revitalisierung am Stadtgraben


Modell ( von oben )

Modell ( von oben )

Modell ( von "Süden" )

Modell ( von „Süden“ )

 

Ansicht ( Nord )

Ansicht ( Nord )

Ansicht ( Süd )

Ansicht ( Süd )

Grundriss ( Ebene 0 )

Grundriss ( Ebene 0 )

Grundriss ( Ebenen 1/2/3)

Grundriss ( Ebenen 1/2/3)

Grundriss ( Ebenen 2/3/4 )

Grundriss ( Ebenen 2/3/4 )

Konzept

Konzept

Lageplan

Lageplan

Perspektive

Perspektive

Schnitt ( "Ost/West")

Schnitt ( „Ost/West“ )

Schnitt ( "Nord/Süd" )

Schnitt ( „Nord/Süd“ )











Koordinaten:

veröffentlicht: November 19, 2015



Die Entwurfsaufgabe bestand in der Revitalisierung bei gleichzeitiger optimaler Raumnutzung des Baugrundes in Ost/West Ausrichtung entlang des südlichen Teils des ehemaligen Stadtgrabens. Die prominente Lage in der Übergangszone zwischen Altstadt und jüngerer Bausubstanz, sowie ein alter Getreide-Speicher aus dem 16. Jahrhunderts auf dem Baugrund machen dieses Projekt städtebaulich besonders interessant. Die historische Trennung zwischen Innen und Außen manifestiert sich hier nicht mehr in einem Stadtgraben, sondern in Hauptstraße und der starren Baufluchtlinie. Der Baugrund erhebt darüber hinaus den Anspruch, dass der Entwurf auf dem Kernbauplatz allein und optional zusammen mit den zwei seitlich flankierende Bebauungflächen funktioniert.

Der Entwurf sieht eine aufgelockerte, Durchgänge erlaubende Bebauung des Bauplatzes vor. Angelehnt an die historischen Gärten entlang des Stadtgrabens entziehen sich die vier kubischen Baukörper der Randbebauung und nehmen sich bewusst zurück. Einer der zentralen Baukörper dreht sich aus der Formation und öffnet damit sowohl Blick, als auch Zugang zum Zentrum der Anlage.Es entstehen halb-öffentlicher Innenhof und Vorplatz. Der Speicher wird in dem Entwurf nicht durch die Baukörper verdeckt, sondern bautechnisch wieder freigelegt und aufgewertet. Von außen lädt der Blick auf den Speicher und die großzügige Platzgestaltung nicht nur ins Innere des Gebäudekomplexes , sondern auch in die Innenstadt ein. Durch seine halböffentlich Natur ist dieser Ideal als Veranstaltungsfläche geeignet.

Die schon vorhandenen Geschäftepassage neben und die gewerbliche Nutzung im Getreide-Speicher werden durch die im Innenhof liegende Gastronomie- und Veranstaltungsräumlichkeiten ergänzt und gewinnen so an Attraktivität. In den Erdgeschosszonen der vier kubischen Baukörper entstehen repräsentative, teils doppelgeschossige Büro- bzw. Geschäftsflächen, die zu dieser Symbiose beitragen.

Komplettiert wird das Raumprogramm in den Ebenen 2 und 3 durch flexibel gestaltbare Büroflächen. Die beiden zentralen Baukörper werden durch jeweils eine Penthousewohnung in Ebene 4 abgeschlossen. Die Innenhofgestaltung wird durch eine seitlich liegende Treppe geprägt. Sie lädt durch ihre großzügige Ausführung zum Verweilen ein und ermöglicht gleichzeitig den Zugang zu den in Ebene 2 liegenden Büros in einem der südlichen sowie zu Wohnungen des sich nach Norden ziehenden Baukörpers. Über der Gastronomie entstehen dort auf 3 Geschossen Wohneinheiten unterschiedlichen Bedarfs.

Durch die Durchmischung der Nutzungsformen: Wohnraum, Geschäftsfläche, Arbeitsplatz und Naherholung im Raumprogramm; die räumliche Öffnung und die fußgängerfreundliche Gestaltung fügt sich der Entwurf in das Konzept der Revitalisierung der Innenstadt sowie des Bauplatzes im speziellen ein. Dem anhaltenden Trend der außerstädtischen Ansiedlung nutzungskonformer Zentren wird entgegen gewirkt und eine lebenswertere Stadt gefördert.