Gastraumerweiterung – Restaurant – Hotel Villa


Außenansicht Süden

Außenansicht Süden

Außenansicht Westen

Außenansicht Westen

Außenansicht Norden

Außenansicht Norden

Detail

Detail

Innenansicht

Innenansicht

Innenansicht

Innenansicht

Lichtdecke

Lichtdecke

Lichtdecke/Sichtbeton

Lichtdecke/Sichtbeton

Innenperspektive

Innenperspektive

Innenpespektive

Innenperspektive

Fenster/Sichtbeton

Fenster/Sichtbeton

Raumhohes Fenster

Raumhohes Fenster

Sitzbank

Sitzbank

Sitzbank Detail

Sitzbank Detail

Außenperspektive

Außenperspektive

Außenperspektive

Außenperspektive

Anbau bei Nacht

Anbau bei Nacht

 











veröffentlicht: Februar 9, 2018

Arge mit Architekturbüro "bast + ascherl architekten"



Im Jahr 1895 erfüllte sich der Baumeister Franz Dendl seinen Traum eines Stadtschlösschens, nahe der Altstadt Straubings in Niederbayern. Die Villa Katharina wurde im Stil der Neorenaissance erbaut, welcher prägend für diese Zeit war. Bis in die 1980er Jahre wurde diese als private Residenz genutzt, seitdem findet sich in den denkmalgeschützten Gemäuern das Hotel und Restaurant “Villa” wieder. Um den Gastraum des Restaurants zu vergrößern wurde Anfang der 1990er Jahre ein gläsernen Pavillon im Osten angestellt. Doch erfüllte dieser, einem Wintergarten nachempfundene Anbau, weder die Aufenthaltsqualität, noch die klimatischen Bedingungen, die für ein gehobenen Restaurant vorausgesetzt werden. In Absprache mit der Stadt und dem ansässigen Denkmalschutzamt wurde einer Erneuerung des Pavillons, einem Ersatzbau, zugestimmt. Ein monolithischer Kubus setzt sich ruhig und kompromisslos neben die verspielte Villa. Bewusst im Hintergrund, aber ohne sich dabei zu verstecken. Die klare und reduzierte Formensprache des Anbaus kontrastiert gezielt, aber konkurriert nicht. Die Substanz der Villa bleibt in ihrem Urzustand erhalten und ungestört zu erkennen. Sanft und weich, fast vorsichtig, dockt der Ersatzbau an das Restaurant im Mezzanin der Villa an. Die zurückversetzte, vertikale Lattung aus Lärchenholz verbindet die beiden Baukörper miteinander, produziert aber gleichzeitig eine Distanz zwischen ihnen. Durch den Material- und Strukturwechsel im Übergang bewahren sowohl die Villa als auch der Ersatzbau seine Eigenständigkeit. Eine große Öffnung auf der Südfassade schließt das Ensemble ab. Das erhöhte Terrain im Süden lässt den Betrachter durch das Gebäude hindurchblicken, ohne aber das Geschehen in diesem zu bemerken. Einzig das warme Licht des Innenraumes strahlt abends aus der südlichen Öffnung hinaus ins Freie. Deutlich extrovertierter zeigt sich die Nordseite des Gastraumes. Ein Vordach schützt einen Teil der Terrasse vor dem Wetter und präsentiert den Eingangsbereich. Raumhohe Verglasungen in filigranen Rahmen schließen den Raum ab, geben aber all sein Inneres preis. Eine ausladende und gepolsterte Sitzbank orientiert sich auf gesamter Länge Richtung Natur, hinaus in den Garten. Lamellen aus Eichenholz verstecken Akustikelemente hinter sich. Die Öffnung in der Südfassade komplettiert die Wand. Der Ausblick auf Augenhöhe ist nicht möglich, um Verkehr und Hektik auszuschließen. Das Augenmerk wird auf die Baumkronen der im angrenzenden Park stehenden Laubbäume gelenkt. Vom Hotel kommend, den Gastraum betretend, führt eine Stiege hinunter. Die Übergangszone zwischen Hotel und Gastraum ist weiß ausgeführt mit dezenten Eichenelementen. Neben der Stiege hinauf führt eine weitere hinunter zu den Sanitärräumen, Lager und Technik. Im ebenerdigen Stauraum lässt sich das gesamte Mobiliar verstauen. Der Balkon, der zu den regulären Öffnungszeiten als Chef´s Table benutzt wird, eignet sich ideal als Plattform für eine kleine Band oder großen DJ bei Festen.