Erweiterung Kunsthaus Zürich


Schwarzplan Zürich
Lageplan
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veröffentlicht: Juli 2, 2018



Das von dem Architekten Karl Moser projektierte Kunsthaus Zürich öffnete am Heimplatz im Jahre 1910 erstmals seine Türen. Der Bau war das Ergebnis eines Wettbewerbes, welchen die Zürcher Kunstgesellschaft nach jahrelanger geeigneter Standortsuche im Jahre 1904 ausgeschrieben hatte. Die Zürcher Kunstgesellschaft, anfangs eine „Samstags-Gesellschaft“ von Kunstinteressierten konnte seit ihrer Gründung 1787 fortlaufend einen Anstieg sowohl der Mitglieder, als auch seiner größtenteils aus Spenden und Schenkungen zusammengetragener Sammlung verzeichnen. Schon in den Jahren 1924- 1926 bedurfte es einer Erweiterung, mit welcher wieder der damals wohl angesehenste Architekt der Schweiz Karl Moser betraut wurde. Noch im 20. Jahrhundert wurde das Kunsthaus Zürich um zwei weitere Gebäudekomplexe vergrößert. 1958 errichteten die Architekten Pfister nordwestlich des Ursprungsbaus einen länglichen, aufgeständerten Baukörper im Stil der klassischen Moderne. 1976 wurde der Architekt Erwin Müller mit einer Erweiterung südwestlich des Moser-Baus beauftragt. Letzterer Bau erntete im Kunst- und Architektur-Milieu scharfe Kritik. Sein brutalistisches Äußeres prägt von da an die Rückseite des Kunsthaus Zürich. Schon während umfassender Sanierungsarbeiten am bestehenden Kunsthaus im Jahr 2001 bis 2005 steht für die Zürcher Kunstgesellschaft fest, dass erneut eine Vergrößerung zu leisten ist, um sich in der internationalen Museen – Landschaft positionieren zu können. 2008 wurde ein Wettbewerb zur Erweiterung des Kunsthaus Zürich als Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit 20 Teilnehmenden ausgeschrieben. Die Rahmenbedingungen schrieben vor, dass sich der neue Baukörper auf dem Kantonschulareal, auf der gegenüberliegenden Seite des Heimplatzes positioniert und formal dessen Standort stärkt. Neben der Errichtung eines Museumsbaus mit einem starken Öffentlichkeitsbezug, soll ein Garten der Kunst entstehen. Das gesamte Konglomerat Kunsthaus wird als „Tor der Künste“ zum Auftaktspunkt der geplanten Zürcher Bildungs- und Kulturmeile, der Garten der Kunst zum Beginn des sich entlang dieser Achse etablierten Grünraumes. In der folgenden Arbeit wurde ein weiterer Vorschlag für die Erweiterung des Kunsthaus Zürich ausformuliert. Grundlage hierfür sind die in den Auslobungsunterlagen vorgegebenen Rahmenbedingungen. Das Raumprogramm wurde auf fünf Geschosse untergebracht, wobei sich eines davon im Gesamten als unterirdisch versteht und die geforderte Verbindung zum bestehenden Kunsthaus ermöglicht. Das Erdgeschoss ist gestalterisch als Sockel ausformuliert und überschreitet die Gebäudeumrisse der darüberliegenden Vollgeschosse. Der Geländeanstieg um etwa sechs Meter zur Kantonsschule hin ermöglicht das Fortlaufen des Gartens der Kunst rings um die drei Obergeschosse. Der Aufbau der drei oberen Ausstellungsgeschosse ist einfach und flexibel. Die tragende Außenwand und die statisch funktionalen Kerne gewährleisten eine Adaptierbarkeit der Räumlichkeiten.