Akustikmodul 27


Foto Zusammenbau

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Foto in Aktion

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Schaubild Akustikmodul

Schaubild Akustikmodul

Schaubild Akustikmodul Aufbau

Schaubild Akustikmodul Aufbau

Schaubild Akustikmodul Funktion

Schaubild Akustikmodul Funktion

Foto Zusammenbau

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Video vom Aufbau

Video vom Aufbau











veröffentlicht: Oktober 12, 2017



Um die Akustik im Konzertraum eines Szene-Lokals am Wiener Gürtel zu verbessern, haben wir das „Akustik-Modul 27“ geplant und gebaut.

Für eine Verbesserung der Raumakustik eines Konzertraumes ist es notwendig die Nachhallzeit zu verringern. Somit werden die einzelnen Stimmlagen und Instrumente klarer wahrnehmbar und angenehmer in ihrem Klang. Vor allem die hohen Frequenzbereiche können ein sehr unangenehmes Rückkoppeln verursachen, welches in Zukunft auf beste Weise unterbunden werden soll. Um den reflektierenden Teil der Schall-Leistung zu reduzieren, muss der absorbierende Teil proportional dazu ansteigen. Für eine ausgewogene Raumakustik werden zuletzt noch die schwer absorbierbaren Frequenzen, die Tieflagen, mit Hilfe von Diffusoren zerstreut, um ein mögliches Flatterecho zu vermeiden.

Der Gürtelbogen selbst schafft durch seine Form schon sehr gute Ausgangslage für eine bestechende Akustik. Aufgrund seines Tonnengewölbes ist ein Echo nur auf einer Achse, der mit Glas verbauten Öffnungen, möglich. Die Bühne ist direkt auf die Glasfront ausgerichtet und setzt sich damit dem Maximum an möglichen Reflexionen aus. Die dazu parallel stehende Rückwand, ebenfalls eine Glasfront, potentiert das Problem. Boden, Decke und Seiten müssen nicht weiter berücksichtigt werden, da hier das Gewölbe, die verschiedenen Einbauten und Polstermöbel, sowie zuletzt auch das Publikum entsprechend Absorbtions- und Diffusionsflächen bieten. Wir haben uns dazu entschieden ein Akustikmodul am hinteren Bühnenrand zu installieren, um einerseits der Bühne einen Wiedererkennungswert zu geben, andererseits Blicke von Gehweg und Straße auf die Künstler gezielt zuzulassen. Das mehrschichtige Akustikmodul absorbiert durch seine Materialität hohe bis mittlere Frequenzen. Der 14 cm Luftraum zwischen harter Rückseite des Akustikmoduls und Glasfront bildet einen Resonanzabsorber, der ebenfalls auf die Mitten abzielt. Die freischwingende Statik ermöglicht es dem Modul die Schallleistung der Mitten und Oberbässe in Wärme und Bewegung zu dissipieren. Eine Schicht grober Kies, zwischen den weichen Materialien und der Rückwand des Moduls, wirkt als Diffusor auf die Mittleren und Tief-Bässe ein und zerstreut deren Reflexionswinkel. Optisch lag es Nahe, das Modul rund zu gestalten, da es dem Branding der Bar entspricht und einen Fixpunkt mittig auf der Bühne markiert.